Seit 2007 gibt es in Santiago, Hauptstadt von Chile, ein integriertes ÖPNV-System das aus Bus- und U-Bahnlinien besteht.
Es hat insgesamt 358 Buslinien die die 34 Bezirken der Großstad Santiago durchqueren. Ein Teil der Linien, die „Hauptlinien“, befahren langen Strecken über Hauptstraßen, und der Rest umfasst Lokal- und Zubringerlinien mit kürzeren Linienwegen, die innerhalb ein Stadtteil fahren und die Haupt- und U-Bahnlinien ergänzen.
Das ÖPNV-System wird vom chilenischen Staat verwaltet. Zuständig dafür ist das Verkehrs- und Telekommunicationsministerium, das durch die Coordinación General de Transportes de Santiago den Betrieb überwacht, welcher an 12 privaten Unternehmen ausgeschrieben wurde.
Die U-Bahn, die in Santiago „Metro“ genannt wird, besteht aus 5 Linien mit über 100 Stationen und überquert die ganze Stadt.
Die Zahlung erfolgt lediglich mit einer elektronischen Chipkarte, die „tarjeta bip!“, die vom AFT versorgt wird. Der AFT (Administrador Financiero de Transantiago) ist ein privates Unternehmen unter Vertrag mit dem Verkehrs- und Telekommunicationsministerium.
Die „tarjeta bip!“ ermöglicht die Integrierung des Systems. Bis zu 3 mal pro Weg darf der Fahrgast zwischen Busse und Metro kostenlos umsteigen. Schüler und Studenten haben ein reduziertes Fahrpreis.
Die Chipkarte „tarjeta bip!“ kann sowohl in U-Bahnstationen wie auch in einigen Läden gekauft und geladen werden. Zur Zeit gibt es über 1.000 Geschäfte wo man die „tarjeta bip!“ laden kann.
In Dezember 2010, 80% der Bus-Park bestand aus Niederflurbusse. 60% der Busse erfüllten die Euro III Norm und der restliche 40% erfüllte Euro III + DPF.
Um die Geschwindigkeit der Busse zu erhöhen wurden einige Busstraßen in verschiedenen Hauptstraßen gebaut, die Busse vom restlichen Verkehr trennen. Zum Beispiel in den Hauptstraßen Pajaritos, Santa Rosa, Vicuña Mackenna, Grecia, Dorsal, u.a.
Das Verkehrs- und Telekommunicationsministerium arbeitet zur Zeit in einem neuen Entwurf des ÖPNV-Systems in Santiago, um die Schwiereigkeiten die nach seiner Einwheiung in Februar 2007 enstanden sind zu verbessern. Einer der wichtigsten Mailensteine wird die Ausschreibung aller Lokal- und Zubringerlinien in 2011 sein.